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Funkübung Wilhelmsdorf [Zurück]


Rund 80 Einsatzkräfte mit 70 Digitalfunkgeräten aus den Feuerwehren Altheim, Baudenbach, Bräuersdorf, Dietersheim, Ebersbach, Emskirchen, Mausdorf, Wilhelmsdorf, der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung und aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt die Feuerwehr Oberreichenbach testeten am vergangenen Samstag, im Rahmen einer Einsatzübung, die Einsatztauglichkeit des Digitalfunk. Angenommen war ein Brand in einer Industriehalle in Wilhelmsdorf, Ziel der Übung war diesmal nicht möglichst effektiv den Brandeinsatz abzuwickeln, sondern Erfahrungen zu sammeln wie z. B. die Einsatzkräfte mit der neuen Technik zurechtkommen, wie sich die Funkkommunikation Einsatztaktisch am besten gestalten lässt und allem voran wie das Digitalfunknetz reagiert wenn parallel rund 70 Funkgeräte an einer gemeinsamen Einsatzstelle betrieben werden. Seit der Einführung der digitalen Funktechnik wurde dies erstmals in dieser Größenordnung im Landkreis unter realistischen Bedingungen geübt.


Bereitstellungsraum: In der Erlanger Straße in Wilhelmsdorf war der Bereitstellungsraum für die Übung

Im Rahmen der Übung erfolgte die Aufteilung in drei Einsatzabschnitte die jeweils in einer eigenen „Funk-Gruppe“ abgearbeitet wurden. Der erste Einsatzabschnitt befasste sich mit der eigentlichen Menschenrettung und Brandbekämpfung am Brandobjekt. Der zweite Abschnitt war für das verlegen einer 1000 Meter langen Schlauchleitung quer durch Wilhelmsdorf verantwortlich und der dritte Einsatzabschnitt befasste sich mit der Sicherung der Verkehrswege rund um Wilhelmsdorf.Im Rahmen der Übung wurden vier Gruppen im Netzbetrieb und zwei im Direktbetrieb verwendet, so das jeder Einsatzabschnitt für sich autark arbeiten konnte und vom Funkverkehr der anderen eingesetzten Kräfte nicht beeinflusst wurde. Davon unabhängig miteinander kommunizieren konnten die drei Einsatzabschnittsleiter und die Einsatzleitung. Auch der Funkverkehr zur hier noch nachgebildeten ILS lief separat.


Einsatzstelle: Zug- und Gruppenführer bei der Einsatzabstimmung


Einsatzstelle2: Angenommener Brand in Industriehalle, Personen vermisst

Ein weiteres Übungsziel war es, daß beim Ausfall einer Basis-Station die Feuerwehren auch in einem größeren Einsatzgebiet mittels eines sog. Repeaters weiterhin die Kommunikation aufrecht erhalten können. Die Kommunikationswege die bei dieser Übung angewendet wurden konnten mit der bisherigen analogen Technik nicht umgesetzt werden. Aus Gründen der fehlenden Technik standen bisher meist nur „zwei“ Funkkanäle zur Verfügung über die der gesamte Funkverkehr abgewickelt werden musste. Unter der Leitung von Kreisbrandmeister Manfred Heyer wurde das Übungsszenario nach einem festen Fahrplan in der zweistündigen Übung abgearbeitet.


Übungsleiter: Koordinator der Übung, Kreisbrandmeister Manfred Heyer


Wasserförderung: Eine Schlauchleitung von rund einem Kilometer wird von der Ebersbacher Strasse zur Einsatzstelle verlegt

In einem ersten Resümee zeigten sich Kreisbrandrat Alfred Tilz und Kreisbrandmeister Manfred Heyer zufrieden mit dem Ergebnis dieser Übung. Es zeigte sich, dass die Einsatzkräfte gut mit der neuen Technik und der damit verbundenen Einsatztaktik zu Recht gekommen sind. Auch die Netzversorgung war für diesen angenommenen Einsatz größtenteils ausreichend. Man sei aber auch an die Grenzen der Netzverfügbarkeit gekommen, was manches wiederholen eines Einsatzauftrag zur Folge hatte. Eine genaue Ausarbeitung der Übung wird in den nächsten Tagen erfolgen um weitere Schlüsse aus dieser Übung zu ziehen. In einer anschließenden Besprechung mit den teilnehmenden Einsatzkräften war auch das Echo durchwegs Positiv.

Bis die digitale Funktechnik die analoge Technik an der Einsatzstelle ablöst wird jedoch noch ein gutes Jahr ins Land ziehen, die Integrierte Leitstelle (ILS) in Ansbach noch nicht auf die neue digitale Funktechnik umgerüstet ist. Dies wird erst im laufe diesen Jahres durchgeführt. Ohne die Anbindung der ILS an den Digitalfunk ist eine Nutzung des Digitalfunks im realen Einsatz nicht möglich. Desweiteren gibt es derzeit Probleme mit dem Updatemanagement, welches erst bei der autorisierten Stelle in München geklärt werden muss, bevor der Digitalfunk an den Start gehen kann.

Fotos & Bericht: KFV NEA



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